Archiv für die Kategorie ‘Sozialphobie’

Wie ich meine Angst vor Menschen endlich in den Griff bekommen habe

Donnerstag, 12. August 2010

Stellt Euch vor, Ihr könntet eines Tages Euren Freunden erzählen, wie Ihr Eure Angst vor Menschen endlich in den Griff bekommen habt. Es hat viele Anläufe gebraucht, Eure Angst hinter Euch zu lassen und am Ende habt Ihr es nicht mithilfe von teuren Medikamenten oder Therapien geschafft, sondern mithilfe einer einfachen Methode eines ehemaligen Angstpatienten.

Die folgende Geschichte könnte auch Eure sein:

„Ich kann mich erinnern, dass ich schon in meiner Jugend sehr schüchtern war. Für meine Freundinnen war es so einfach mit Jungs ins Gespräch zu kommen. Wenn mich mal ein Junge angesprochen hat (und das kam selten vor), habe ich kein vernünftiges Wort rausgebracht.  Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, doch am Anfang meines Berufslebens begannen die Probleme: Bei Bewerbungsgesprächen war ich sowas von eingeschüchtert, dass ich teilweise nur noch Stottern konnte, mein Herz raste und ich bekam schwitzige Hände. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich einen Arbeitsplatz gefunden habe. Glücklicherweise hat mein Chef damals Rücksicht auf meine Angst genommen. Im Arbeitsleben angekommen, ließen meine Ängste erstmal wieder nach, ich ging viele Jahre meinem Bürojob nach. Ich weiß nicht mehr was der Auslöser war, aber im Laufe der Zeit zog ich mich immer weiter zurück. Irgendwann wollte ich nicht mehr mit meinen Kollegen essen gehen, später meldete ich mich krank, weil eine Besprechung anstand. Letztendlich hielt ich es nicht mehr aus und musste kündigen.

Ich konnte zwar nicht mit meinem Mann über meine Angst vor Menschen sprechen, aber irgendwie konnte ich ihn überzeugen, nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Von da an war ich die meiste Zeit des Tages zuhause, aber meine Angst hat auch vor meinem Privatleben nicht halt gemacht. Ich habe mir eingebildet, mein Mann könnte mich gar nicht lieben und wäre nur noch aus Mitleid mit mir zusammen. Es lief wirklich schlecht zwischen uns. Auch mein Mann konnte mir kein Selbstwertgefühl mehr vermitteln und irgendwann traute ich mich gar nicht mehr vor die Tür, unser Freundeskreis brach zusammen. Ich war am Tiefpunkt angelangt, ohne es selbst wirklich zu merken.

Der Wendepunkt kam als ich realisiert habe, dass ich ein ernsthaftes Problem habe. Und ich war mit diesem Problem nicht allein. Wie ich erfahren habe, gibt es viele Menschen, die an der sogenannten Sozialphobie leiden. Im Internet findet man eine wahre Fülle von Informationen zu diesem Thema und ich habe sie alle gelesen, aber leider findet man keine wirkliche Lösung, um sein Problem in den Griff zu bekommen. Da ich mich (noch) nicht traute einen Psychologen aufzusuchen, gab ich eine ganze Menge Geld für Selbsthilfebücher aus. Die Bücher verwirrten mich aber noch mehr, so dass ich mich schließlich entschloss eine Therapie bei einem Psychologen zu beginnen. Nicht nur wegen der Kosten war das ein sehr schwieriger Schritt für mich, ich musste mein Problem einem Fremden anvertrauen! 

Und was hat es mir gebracht? Nichts! Der Arzt sprach mit mir über meine Ängste und verschrieb mir unverschämt teure Medikamente, die meine Ängste angeblich verringern sollten, eine wirkliche Lösung konnte er mir allerdings nicht aufzeigen.

Glücklicherweise habe ich ungefähr zeitgleich in einem Internetforum einen Hinweis auf die Linden-Methode gefunden. Die Linden-Methode wurde von Charles Linden, einem ehemaligen Angstpatienten entdeckt und mithilfe verschiedener Psychologen stetig weiterentwickelt. Ich weiß nicht warum, aber die Methode hat mich auf Anhieb angesprochen und obwohl ich auch negative Erfahrungsberichte in Internetforen gefunden habe, habe ich ihr eine Chance gegeben. Charles Linden ist von seiner Methode so überzeugt, dass man innerhalb von 60 Tagen sein Geld zurückbekommt, wenn man nicht zufrieden ist.

Ich glaube es gibt nicht viele Menschen, die die Geld-zurück-Garantie in Anspruch nehmen, denn was man für sein Geld erhält ist wirklich unglaublich. Vor dem Kauf dieses Handbuches, dachte ich, ich wüßte viel über die Ursachen und Auswirkungen der Angst. Aber Charles hat mir klar vor Augen geführt, wie meine Angst entsteht und wie ich diese Angst besiegen kann. Zu der eigentlichen Methode enthält das Paket Visualisierungsübungen, die von Musik unterstützt werden und innerhalb kürzester Zeit zu einer vollkommenen Entspannung führen. Die Ängste sind dann für den Moment wie weggeblasen.

Um meine Angst vor Menschen allerdings dauerhaft in den Griff zu bekommen, habe ich die Linden-Methode Schritt für Schritt umgesetzt und habe dabei sogar die Möglichkeit genutzt direkt mit Charles Linden in Kontakt zu treten. Ein Gespräch mit einem Menschen, der es geschafft hat, von seiner Angst loszukommen, gibt einem wirklich viel Hoffnung.”

Wenn Du auch Probleme mit Deinen Ängsten hast, kann ich Dir nur empfehlen hier zu klicken und mehr über die Linden-Methode zu erfahren.

Wenn Du die Methode getestet hast, schreib mir doch Deine Erfahrungen und wenn Du willst, kann ich sie zusammen mit den anderen Erfahrungsberichten veröffentlichen.

Angst vor Menschen und Sozialphobie unterscheiden

Samstag, 05. Juni 2010

Angst vor Menschen und Sozialphobie sind genau betrachet nicht gleichbedeutend. Im Allgemeinen werden die Ausdrücke synonym verwendet, doch bei genauerer Betrachtung handelt es sich bei der sozialen Phobie nicht um die Angst vor Menschen, denn die Betroffenen zeigen z.B. in großen Menschenmengen keine Angst. Die Angst besteht vielmehr darin, dass innerhalb einer kleineren Gruppe die gesamte Aufmerksamkeit auf einen selbst gelenkt wird.

In der letzten Zeit habe ich von mehreren Besuchern meiner Seite Nachrichten bekommen, in denen sie über Ihre Schüchternheit sprechen und befürchten, dass sie auch unter Sozialphobie leiden. Hierzu möchte ich sagen, dass es ganz normal ist in bestimmten Situationen schüchtern zu sein und das noch lange nicht bedeutet, dass man eine generelle Angst vor Menschen hat.

Versucht herauszufinden, ob Eure Freunde, Bekannten oder Kollegen in diesen Situationen ebenfalls ängstlich sind. Das schlimmste, was Euch passieren kann, ist dass Ihr Euch einbildet eine soziale Phobie zu haben und Euch immer weiter hinein steigert. Man gerät leicht in einen Teufelskreis, aus dem man keine Ausweg mehr findet.

Wenn Ihr herausgefunden habt, dass Ihr wirklich unsicherer seid, als Menschen in Eurem Umfeld in einer ähnlichen Situation, dann versucht es zunächst mit den Übungen zur Selbsthilfe gegen Angst vor Menschen. Falls Euch das nicht weiter bringt, versucht so bald wie möglich mithilfe eines Arztes herauszufinden, was genau Euch fehlt. Eine erste Konsultation zahlt meist die Krankenkasse. Je früher Ihr der Ursache Eurer Ängste auf den Grund geht, desto leichter könnt Ihr Eure Angst besiegen.

Selbsthilfe bei Sozialphobie

Sonntag, 18. April 2010

Habt Ihr Angst Euch vor anderen Menschen zu blamieren, kritisiert oder abgelehnt zu werden? Fühlt Ihr Euch bei allem, was Ihr macht, beobachtet?

In einem der vielen Selbsthilfebücher, die ich mir gekauft habe, habe ich die Konfrontationstherapie kennengelernt. Dabei geht es darum, sich seinen Ängsten bewußt auszusetzen und zu versuchen, mit den Konsequenzen umzugehen. Es ist nicht einfach, diese Therapieform umzusetzen, aber vielleicht hilft sie einem von Euch weiter:

Diese Thearpieform kann Euch helfen, Leistungen vor den Augen anderer zu erbringen und besser mit sozialer Auffälligkeit, Kritik oder Ablehnung umzugehen.

Leistungen vor den Augen anderer erbringen

Wie gesagt, es geht darum sich bewußt Situationen auszusetzen, vor denen man eigentlich Angst hat. Beispielsweise könnt Ihr vor Zuschauern Sport treiben oder ein Instrument spielen. Es muss ja nicht gleich in einem Stadion sein, für den Anfang reichen auch Freunde, steigert Euch dann weiter über gute Bekannte bis hin zu fremden Zuschauern. Werdet Euch darüber bewußt, dass Ihr eigentlich keine Angst zu haben braucht bzw. dass andere Menschen in Eurer Situation ebenfalls ängstlich sind.

Neben der Konfrontation im privaten Bereich könnte Ihr auch beruflich Leistungen vor den Augen anderer erbringen, zum Beispiel in dem Ihr im Kollegenkreis Dinge erklärt oder einfach eine Geschichte erzählt. Auch hier solltet Ihr mit Kollegen beginnen, mit denen Ihr Euch gut versteht und Euch dann weiter steigern.

Mit sozialer Auffälligkeit umgehen

Eine Steigerung ist es, sich absichtlich so zu verhalten, dass man extrem auffällt und vielleicht auch ein bisschen dumm dasteht. Um beim Sport zu bleiben, könnt Ihr Euch zum Beispiel in einer Sportart versuchen, die Ihr gar nicht beherrscht, natürlich mit Zuschauern. Laßt einfach in der Kantine mal das Besteck von Eurem Tablett fallen und seht was passiert. Wenn man sich absichtlich solchen Situationen aussetzt ist es wesentlich einfacher damit umzugehen, denn man hat immer im Hinterkopf, dass man es ja eigentlich „besser kann“.

Mit Kritik oder Ablehnung umgehen

Zu guter Letzt begebt Euch in Situationen in denen Ihr mit Kritik oder Ablehnung rechnen müßt. Am einfachsten ist das zum Beispiel in einer Fußgängerzone, wo viele Menschen es gründsätzlich eilig haben. Fragt Passanten nach dem Weg oder nach Kleingeld oder verhandelt mit einem Verkäufer in einem großen Warenhaus über den Preis eines Produktes, von dem Ihr wißt, dass Ihr keinen Nachlass bekommen werdet. Auch hier ist es leichter mit der Angst umzugehen, weil Ihr im Hinterkopf habt, dass es „nicht echt“ ist.

Es ist natürlich sehr schwierig, sich absichtlich den Situationen auszusetzen, die man so fürchtet. Die Übungen können aber helfen, mit der Zeit auch in echten Situationen mit seiner Angst umgehen zu können.

Ursachen und Symptome der Sozialphobie

Mittwoch, 14. April 2010

Die soziale Phobie entwickelt sich meist schon im Jugendalter und kann sich dann im Laufe des Lebens immer weiter verschlimmern. Dabei ist nicht ganz klar, ob die Angst vor Menschen auch genetische Ursachen hat oder ob nur der Erziehungsstil der Eltern entscheidend ist. Meist ist es aber so, dass Eltern das selbstsichere und unabhängige Verhalten Ihres Kindes zu wenig fördern und überfürsorglich sind. Dabei kann sich schon bei einem Kleinkind eine ausgeprägte Angst vor fremden Menschen entwickeln. Später läßt sich dann ein unsicherer Umgang mit gleichaltrigen Kindern erkennen und die Betroffenen haben Probleme Gesichtsausdrücke und Mimik zu deuten.

Eine soziale Phobie wirkt sich stark auf die Gedanken und das Verhalten der betroffenen Personen aus: Sie gehen grundsätzlich davon aus, dass andere Ihnen gegenüber negativ eingestellt sind. Das führt oft dazu, dass negative Reaktionen des Gegenübers überbewertet werden und stärker im Gedächtnis hängen bleiben.

Sozialphobiker versuchen normalerweise Situationen zu vermeiden, die Ihre Ängste hervorrufen. Läßt sich eine entsprechende Situation allerdings nicht vermeiden, kommt es zu verschiedenen körperlichen Symptomen. Die Betroffenen bekommen Herzrasen und beginnen zu schwitzen oder zu zittern, sie erröten leicht. In schlimmen Fällen kommt es zu Kopf- und Magenschmerzen oder Atemnot. Sie finden in Geprächen keine Worte oder verlieren den Faden, manchmal bekommen sie kein einziges Wort heraus.

Ähnlich wie bei anderen Phobien besteht eine große Angst vor der Angst. Symptome äußern sich also nicht erst in einer bestimmten Situation, sondern schon in Erwartung dieser Situation. Die Symptome sind dabei teilweise für Außenstehende sichtbar, was die Angst noch verschlimmert, sich lächerlich zu machen, sich ungeschickt zu verhalten oder zu versagen. Diese Situation kann sich also immer weiter aufschaukeln.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich ein betroffener Mensch nicht dadurch von anderen Menschen unterscheidet, dass er diese Angst vor Menschen verspürt, sondern dadurch, wie er mit dieser Angst umgeht. Während ein Nicht-Phobiker zum Beispiel vor einer mündlichen Prüfung Angst hat, danach aber erleichtert ist, denkt der Phobiker auch anschließend noch lange darüber nach, welchen Eindruck er hinterlassen hat.

Sozialphobie – Die Angst vor Menschen

Sonntag, 14. März 2010

Die Angst vor Menschen kennt jeder: Wer war nicht schon einmal nervös, weil er ein Referat halten musste, wer musste sich nicht schon einmal einen Ruck geben, um einen Mann oder eine Frau anzusprechen. Im Allgemeinen äußert sich die sogenannte Sozialphobie nur in mehr oder weniger stark ausgeprägter Schüchternheit.

Bei manchen Menschen geht diese Angst aber weiter: Sie versuchen möglichst alle zwischenmenschlichen Aktivitäten zu vermeiden. Sie gehen nicht auf Parties oder Familienfeiern, Sie haben Angst zu versagen, sich lächerlich zu machen oder wegen Ihres ungeschickten Verhaltens gedemütigt zu werden. Der Begriff „Angst vor Menschen“ ist hierbei aber eigentlich nicht ganz passend, da Betroffene normalerweise keine Angst in großen Gruppen haben, sondern nur wenn es sein könnte, dass sich die Aufmerksamkeit der gesammten Gruppe auf sie lenken könnte.

Diese Ängste sind weiter verbreitet als Ihr denkt, meistens trauen sich die Betroffenen aber nicht darüber zu sprechen. Sie schämen sich dafür oder haben Angst nicht ernst genommen zu werden.

Der erste Schritt mit seiner Angst fertig zu werden, ist aber sich mit ihr auseinanderzusetzen und Hilfe zu suchen.

Abschließend noch die Definition von Wikipedia zur Angst vor Menschen bzw. Sozialphobie:

Als Soziale Phobie werden in der Psychopathologie dauerhafte, irrationale starke Angstzustände, die an die Anwesenheit anderer Menschen gebunden sind, bezeichnet.