Habt Ihr Angst Euch vor anderen Menschen zu blamieren, kritisiert oder abgelehnt zu werden? Fühlt Ihr Euch bei allem, was Ihr macht, beobachtet?
In einem der vielen Selbsthilfebücher, die ich mir gekauft habe, habe ich die Konfrontationstherapie kennengelernt. Dabei geht es darum, sich seinen Ängsten bewußt auszusetzen und zu versuchen, mit den Konsequenzen umzugehen. Es ist nicht einfach, diese Therapieform umzusetzen, aber vielleicht hilft sie einem von Euch weiter:
Diese Thearpieform kann Euch helfen, Leistungen vor den Augen anderer zu erbringen und besser mit sozialer Auffälligkeit, Kritik oder Ablehnung umzugehen.
Leistungen vor den Augen anderer erbringen
Wie gesagt, es geht darum sich bewußt Situationen auszusetzen, vor denen man eigentlich Angst hat. Beispielsweise könnt Ihr vor Zuschauern Sport treiben oder ein Instrument spielen. Es muss ja nicht gleich in einem Stadion sein, für den Anfang reichen auch Freunde, steigert Euch dann weiter über gute Bekannte bis hin zu fremden Zuschauern. Werdet Euch darüber bewußt, dass Ihr eigentlich keine Angst zu haben braucht bzw. dass andere Menschen in Eurer Situation ebenfalls ängstlich sind.
Neben der Konfrontation im privaten Bereich könnte Ihr auch beruflich Leistungen vor den Augen anderer erbringen, zum Beispiel in dem Ihr im Kollegenkreis Dinge erklärt oder einfach eine Geschichte erzählt. Auch hier solltet Ihr mit Kollegen beginnen, mit denen Ihr Euch gut versteht und Euch dann weiter steigern.
Mit sozialer Auffälligkeit umgehen
Eine Steigerung ist es, sich absichtlich so zu verhalten, dass man extrem auffällt und vielleicht auch ein bisschen dumm dasteht. Um beim Sport zu bleiben, könnt Ihr Euch zum Beispiel in einer Sportart versuchen, die Ihr gar nicht beherrscht, natürlich mit Zuschauern. Laßt einfach in der Kantine mal das Besteck von Eurem Tablett fallen und seht was passiert. Wenn man sich absichtlich solchen Situationen aussetzt ist es wesentlich einfacher damit umzugehen, denn man hat immer im Hinterkopf, dass man es ja eigentlich “besser kann”.
Mit Kritik oder Ablehnung umgehen
Zu guter Letzt begebt Euch in Situationen in denen Ihr mit Kritik oder Ablehnung rechnen müßt. Am einfachsten ist das zum Beispiel in einer Fußgängerzone, wo viele Menschen es gründsätzlich eilig haben. Fragt Passanten nach dem Weg oder nach Kleingeld oder verhandelt mit einem Verkäufer in einem großen Warenhaus über den Preis eines Produktes, von dem Ihr wißt, dass Ihr keinen Nachlass bekommen werdet. Auch hier ist es leichter mit der Angst umzugehen, weil Ihr im Hinterkopf habt, dass es “nicht echt” ist.
Es ist natürlich sehr schwierig, sich absichtlich den Situationen auszusetzen, die man so fürchtet. Die Übungen können aber helfen, mit der Zeit auch in echten Situationen mit seiner Angst umgehen zu können.
Tags: Selbsthilfe, Sozialphobie