Mit ‘Selbsthilfe’ getaggte Artikel

Hilfe und Vorbeugung gegen Panikattacken

Sonntag, 18. Juli 2010

Auch wenn man zur Behandlung von Panikattacken einen Arzt oder Psychologen aufsuchen sollte, gibt es ein paar Dinge, die man tun kann, um sich selbst zu helfen.

Tägliche Bewegung kann Stress reduzieren und dazu führen, dass Ihr Euch gesünder und glücklicher fühlt und letztendlich Panikattacken vorbeugen. Holt Eure Aerobic DVD aus dem Schrank und tanzt Euch fit! Jede Art von Sport trainiert Euren Körper und Euren Geist. Menschen, die täglich Sport treiben, haben weniger Stress. Übungen können Euch in einen natürlichen Rausch versetzen und Depressionen mindern. Es werden Endorphine ausgeschüttet, die zu einer positiven Stimmung führen und Euch von Eure Ängsten und Sorgen ablenkt.

Es gibt viele Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung: Aerobic, Fußball, Basketball, Joggen in der Nachbarschaft. Jede Art von Sport führt zu Entspannung. Wer es ruhiger mag, geht mit seinem Hund spazieren. Auch das macht Spass und Euch glücklich. Seid hartnäckig und versucht täglich irgendetwas zu unternehmen. Glaubt mir, es wird Euch helfen!

Eine weitere Möglichkeit ist der Weg zu einer Selbsthilfegruppe, um Euch mit Menschen zu unterhalten, die ähnliche Probleme haben wie Ihr. Über Eure Probleme zu sprechen kann sehr befreiend sein. Seine Probleme in sich hineinzufressen, ist nicht gesund. Meist können die anderen Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe wertvolle Tipps geben, weil sie ähnliche Erfahrengen gemacht haben, wie Ihr auch.

Falls Ihr viel Kaffee trinkt, versucht darauf zu verzichten oder wenigstens koffeinfreien Kaffee zu trinken. Das Koffein kann Euch noch nervöser machen, als Ihr sowieso schon seid. Ich brauche wahrscheinlich nicht darauf hinzuweisen, dass exzessiver Alkohol- oder sogar Drogenkonsum Eure Panikattacken verstärken. Ihr solltet versuchen, jeglicher Art von Abhängigkeit aus dem Weg zu gehen.

Außerdem ist es sehr wichtig, dass Ihr ausreichend Schlaf bekommt. Euer Körper braucht den Schlaf, um sich zu erholen und sich zu regenerieren, so dass Ihr tagsüber ausgeruht und voll leistungsfähig seid. Schlafentzug führt zu Stress, sowohl für Euren Körper, als auch für Euren Geist.

Die genannten Methoden sind zwar sehr einfach, können aber wirklich helfen. Ihr müsst es nur schaffen, den ersten Schritt zu machen.

Selbsthilfe bei Sozialphobie

Sonntag, 18. April 2010

Habt Ihr Angst Euch vor anderen Menschen zu blamieren, kritisiert oder abgelehnt zu werden? Fühlt Ihr Euch bei allem, was Ihr macht, beobachtet?

In einem der vielen Selbsthilfebücher, die ich mir gekauft habe, habe ich die Konfrontationstherapie kennengelernt. Dabei geht es darum, sich seinen Ängsten bewußt auszusetzen und zu versuchen, mit den Konsequenzen umzugehen. Es ist nicht einfach, diese Therapieform umzusetzen, aber vielleicht hilft sie einem von Euch weiter:

Diese Thearpieform kann Euch helfen, Leistungen vor den Augen anderer zu erbringen und besser mit sozialer Auffälligkeit, Kritik oder Ablehnung umzugehen.

Leistungen vor den Augen anderer erbringen

Wie gesagt, es geht darum sich bewußt Situationen auszusetzen, vor denen man eigentlich Angst hat. Beispielsweise könnt Ihr vor Zuschauern Sport treiben oder ein Instrument spielen. Es muss ja nicht gleich in einem Stadion sein, für den Anfang reichen auch Freunde, steigert Euch dann weiter über gute Bekannte bis hin zu fremden Zuschauern. Werdet Euch darüber bewußt, dass Ihr eigentlich keine Angst zu haben braucht bzw. dass andere Menschen in Eurer Situation ebenfalls ängstlich sind.

Neben der Konfrontation im privaten Bereich könnte Ihr auch beruflich Leistungen vor den Augen anderer erbringen, zum Beispiel in dem Ihr im Kollegenkreis Dinge erklärt oder einfach eine Geschichte erzählt. Auch hier solltet Ihr mit Kollegen beginnen, mit denen Ihr Euch gut versteht und Euch dann weiter steigern.

Mit sozialer Auffälligkeit umgehen

Eine Steigerung ist es, sich absichtlich so zu verhalten, dass man extrem auffällt und vielleicht auch ein bisschen dumm dasteht. Um beim Sport zu bleiben, könnt Ihr Euch zum Beispiel in einer Sportart versuchen, die Ihr gar nicht beherrscht, natürlich mit Zuschauern. Laßt einfach in der Kantine mal das Besteck von Eurem Tablett fallen und seht was passiert. Wenn man sich absichtlich solchen Situationen aussetzt ist es wesentlich einfacher damit umzugehen, denn man hat immer im Hinterkopf, dass man es ja eigentlich “besser kann”.

Mit Kritik oder Ablehnung umgehen

Zu guter Letzt begebt Euch in Situationen in denen Ihr mit Kritik oder Ablehnung rechnen müßt. Am einfachsten ist das zum Beispiel in einer Fußgängerzone, wo viele Menschen es gründsätzlich eilig haben. Fragt Passanten nach dem Weg oder nach Kleingeld oder verhandelt mit einem Verkäufer in einem großen Warenhaus über den Preis eines Produktes, von dem Ihr wißt, dass Ihr keinen Nachlass bekommen werdet. Auch hier ist es leichter mit der Angst umzugehen, weil Ihr im Hinterkopf habt, dass es “nicht echt” ist.

Es ist natürlich sehr schwierig, sich absichtlich den Situationen auszusetzen, die man so fürchtet. Die Übungen können aber helfen, mit der Zeit auch in echten Situationen mit seiner Angst umgehen zu können.